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Schutzrecht rund ums Internet

Auf vielen Seiten im Internet gibt es sogenannte Disclaimer, in denen der Besitzer der Seite sich von den Inhalten der Seiten distanziert, auf die er verlinkt. Davon ist abzuraten. Man ist automatisch nicht verantwortlich für andere Seiten und deren Inhalte, mit einer Ausnahme: wenn diese Seiten strafrechtlich relevant sind (beispielsweise Hetzschriften gegen Personen oder Personengruppen enthalten), dann kann der Verlinkende Ärger bekommen, wenn er von dem relevanten Inhalt weiß. Das heißt: sobald jemand anmerkt "Hör mal, auf der Seite ist das und das nicht in Ordnung", sollte der Link schnellstens entfernt werden. Viele Disclaimer würden eher aussagen: ich habe etwas verlinkt, was nicht ganz koscher ist, distanziere mich aber vorsorglich davon... Genaueres zu dem Thema gibt es bei schneegans.de und Daniel Rehbein. Einen brauchbaren Disclaimer gibt es dafür immer (und zwar umsonst) bei www.disclaimer.de.

Allerdings gibt es dabei eine Einschränkung: wenn man z.B. einen Link auf eine Seite setzt, in der jemand diffamiert ist, und dann dabei schreibt "Auf der Seite soundso erfahrt ihr endlich die Wahrheit über XY", dann könnt ihr schon Ärger bekommen, da ihr ja eure Zustimmung zu den Äußerungen zeigt.

Eine andere Frage ist "Muß man vorher fragen, bevor man einen Link auf eine andere Seite setzt?" Die Antwort lautet: nein. Das "Risiko", daß jemand das tut, geht jeder ein, der was ins Internet stellt. Dagegen ist nur schwerlich was machbar. Es ist auch das sogenannte "Deep Linking" erlaubt, d.h. ein Link auf eine andere als die Startseite. Nicht erlaubt ist, sich die Inhalte anderer Seiten zu eigen machen, d.h. so zu tun, als ob die andere Seite ein eigenes Erzeugnis wäre. Beispiel: viele Seite arbeiten mit Frames. Dann wird die Seite aus mehreren Unterseiten zusammengestellt. Wenn jetzt die fremde Seite in einem Frame geöffnet wird, in all den anderen aber das Design der eigenen Seite zu sehen ist, dann kann das so wirken, als ob die andere Seite halt nur Teil der eigenen Seite ist, somit also ein eigenes Erzeugnis. Das kann zu Konflikten mit dem Urhebergesetz führen. Erlaubt ist z.B., ein eigenes Fenster für den fremden Link zu öffnen (wobei das wieder einige Benutzer ablehnen), oder beispielsweise bei Frames anzugeben "Achtung, fremde Seite!" Die einfachste und normalste Möglichkeit: wenn jemand auf den Link klickt, dann öffnet sich einfach nur die andere Seite, und die eigene verschwindet. Das dumme daran: der Nutzer ist dann von der eigenen Seite weg...

Noch mehr Infos über Links findet ihr bei piology.org.

Dazu kommt natürlich das Domainrecht. Eine Seite mit dem Namen Audi.de ins Netz zu stellen, ist nicht anzuraten, selbst wenn man die Audi-CONs macht. Dazu stand fast schon alles bei Markenrecht. Einige Urteile zum Thema Domainrecht findet ihr unter domrecht.de.

Generell gilt: wer bekannte Namen (z.B. Ariel oder Esso) für seine Webseite nimmt, kann sich großen Ärger und vor allen Kosten einhandeln.

Autor(en) dieser Seite:
Carsten Thurau

letzte Änderung:
17.04.05
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